BUVUS – Bundesverband für Unbemannte Systeme e. V.

Das ist der BUVUS

Im Bereich unbemannter Systeme entscheidet oft nicht die beste Technologie, sondern das richtige Netzwerk. Der BUVUS ist die Plattform, die kleineren und mittelständischen Akteuren genau diesen Zugang verschafft – zu Partnern, Projekten und politischen Entscheidern.

Der Bundesverband für Unbemannte Systeme e. V. wurde 2015 als Netzwerk und Interessenvertretung für unbemannte Systeme gegründet. Zusammengeschlossen sind Hersteller, Anwender und Wissenschaftler aus dem Bereich der unbemannten Mobilität zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

Auf Messen und Kongressen (z. B. ILA, solutions, B2B Nord, bis 2018 auch Cebit) bringen wir die Themen der unbemannten Mobilität in die Öffentlichkeit und Fachöffentlichkeit. Zu unserem BUVUS-Fachkongress UASympEx kommen jährlich Experten und Anwender unbemannter Systeme in Hamburg zusammen. Und wir beteiligen uns am EU-Programm „Urban Air Mobility“ zur Förderung moderner Mobilität in den Metropolen der Zukunft.

Gegenüber politischen Entscheidern in Parteien, Parlamenten und Ministerien vertreten wir die Interessen der Branche. Wir sind in Expertengremien auf Landes und Bundesebene vertreten. Unsere Vertreter in der DIN und beim TÜV sorgen dafür, dass Normung und technische Standardisierung im Bereich der unbemannten Systeme im Interesse der Branche verlaufen.

Durch Kooperationen mit Verbänden wie dem Deutschen Verband für Luft- und Raumfahrt, BVCP BITKOM oder dem Bundesverband Künstliche Intelligenz sorgen wir für Austausch zwischen Vertretern aus dem Bereich der unbemannten Systeme und denen angrenzender Branchen. Auf internationaler Ebene arbeiten wir mit den Verbänden AUVSI und UVSI zusammen.

Gemeinsam mit der international ausgerichteten Rechtsanwaltskanzlei TaylorWessing bieten wir unseren Mitgliedern eine kostenfreie Erst-Rechtsberatung an.


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Möchten Sie die Zukunft der unbemannten Mobilität aktiv mitgestalten und Teil eines dynamischen Netzwerks von Innovatoren, Unternehmern und Experten werden?Dann ist eine Mitgliedschaft beim BUVUS... Mehr dazu... "Jetzt Mitglied werden…"

Innovative UV-Ideen: Aufruf zur Teilnahme an Förderprogrammen

Machen Sie jetzt mit bei der Gestaltung der digitalen Zukunft und der Weiterentwicklung der unbemannten Mobilität: Bund und EU haben Programme aufgelegt, um hoch innovative... Mehr dazu... "Innovative UV-Ideen: Aufruf zur Teilnahme an Förderprogrammen"
Was in der Welt der unbemannten Systeme aktuell trendet...

Aktuelles | Themen | Perspektiven

Wenn wir vom BUVUS heute, im , abschätzen müssten, welche Themen in den kommenden Wochen und Monaten besonders dynamisch sein werden, zeigt sich ein Marktbild, das zunehmend von operativer Reife geprägt ist: Der Sektor unbemannter Systeme bewegt sich weiter von der Phase der Innovation in die Phase der Industrialisierung. Neu hinzugekommen ist in den letzten zwei Wochen jedoch ein Thema, das die Agenda zunehmend mitbestimmt – Handelspolitik und Lieferkettensouveränität. Skalierbare Fertigung, vertrauenswürdige Zulieferstrukturen und der dauerhafte Betrieb integrierter Systemlandschaften rücken damit noch stärker in den Vordergrund als das einzelne neue Gerät:

  • EU-weit und international verdichtet sich die sicherheitspolitische Lage weiter. Innerhalb der vergangenen zwei Wochen wurde an einem mitteleuropäischen Verkehrsflughafen ein mit einer Sprengvorrichtung bestücktes Kleinfluggerät entdeckt, während in den USA wiederholte Drohnenüberflüge über Waldbrandgebieten den Einsatz von Löschflugzeugen zeitweise behinderten. Beide Vorfälle unterstreichen erneut, dass Drohnen nicht nur ein Innovations-, sondern ein handfestes Sicherheits- und Governance-Thema sind. Entsprechend bauen Sicherheitsbehörden ihre operativen Befugnisse weiter aus, etwa im Rahmen der Vorbereitung auf Großveranstaltungen, bei denen Counter-UAS-Konzepte inzwischen als Standardbaustein der Sicherheitsarchitektur gelten.
  • Der Strukturwandel im Bereich Counter-UAS setzt sich fort und beschleunigt sich sogar: Innerhalb weniger Tage wurde eine milliardenschwere Übernahme eines auf funkbasierte Drohnenabwehr spezialisierten Anbieters durch einen großen Sicherheitskonzern bekannt, während gleichzeitig neue Wirkmittel – von hochenergetischen Mikrowellensystemen für den Schutz von Militärstützpunkten bis zu netzbasierten physischen Interzeptoren mit KI-gestützter Bedrohungsanalyse – in die Beschaffung einziehen. Auch KI-gestützte 5G-Detektionsnetze für den zivilen Objektschutz sind hinzugekommen. Drohnenabwehr wird damit endgültig zur dauerhaften, mehrschichtigen Sicherheitsinfrastruktur statt zur Einzeltechnologie..
  • Die Ukraine bleibt das wichtigste Reallabor für Drohnenkriegsführung – mit einer bemerkenswerten neuen Facette: Erstmals wurde eine im eigenen Land entwickelte Abfangdrohne mit Strahltriebwerk in Dienst gestellt, die gezielt gegen andere unbemannte Systeme eingesetzt wird. Parallel dazu erhalten Aufklärungsdrohnen KI-gestützte autonome Ausweichsysteme gegen feindliche Interzeptoren. Diese Entwicklung markiert einen Übergang von der reinen Aufklärungs- und Wirkdrohne hin zu einem eigenständigen Gefechtsfeld „Drohne gegen Drohne», das absehbar auch europäische Beschaffungsprogramme prägen wird.
  • BVLOS und urbane Luftraumnutzung gewinnen weiter an operativer Substanz. Ankündigungen einzelner Logistikanbieter, binnen Jahresfrist mehrere Hundert Städte mit Drohnenlieferungen zu erschließen, sowie strategische Partnerschaften mit dem erklärten Ziel von einer Million Lieferungen pro Tag bis Ende des Jahrzehnts zeigen, dass die kommerzielle Skalierung inzwischen ernsthaft angegangen wird. Begleitet wird dies von einer fortschreitenden Modernisierung der Luftraumarchitektur auf Behördenseite sowie dem Ausbau von Remote-ID- und UTM-Integrationen als Grundlage für ein gemeinsames Betriebsbild von bemannter und unbemannter Luftfahrt.
  • Auch die Systemintegration über Domänen hinweg schreitet sichtbar voran. Im maritimen Bereich werden erste autonome Überwasserfahrzeuge an europäische Streitkräfte ausgeliefert, während zugleich autonome Rumpfinspektionsroboter für den Hafen- und Flottenschutz vorgestellt werden – ein Segment, in dem auch international tätige Anbieter maritimer Autonomielösungen neue Standorte in Nordeuropa eröffnen. Im Landsegment entstehen neue Kompetenzzentren für autonome Fahrzeugsysteme, und erste unbemannte Flugkörperträger sowie Konzeptstudien für unbemannte Begleitflugzeuge (Collaborative Combat Aircraft) erreichen den Erstflug- beziehungsweise Vorstellungsstatus. Unbemannte Systeme werden damit zunehmend als vernetzte Gesamtarchitektur über Luft, Land, See und Unterwasser gedacht
  • Auf der Komponenten- und Softwareseite verschiebt sich die Innovationsdynamik weiter in Richtung Reife und Miniaturisierung. Neue Radarnutzlasten ermöglichen Aufklärung durch Wolken und Nebel, bildbasierte Navigationssysteme werden inzwischen auch in großer Höhe unter GNSS-freien Bedingungen erprobt, und satellitengestützte Präzisionspositionierung wird ohne dedizierte Bodenstationen verfügbar. Dass Softwareanbieter im unbemannten Segment inzwischen auf standardisierte Versionierungsschemata umstellen, ist ein kleines, aber deutliches Signal für die zunehmende industrielle Reife der Branche.
  • Regulatorisch dominiert derzeit ein neues Spannungsfeld: Handelspolitik und Lieferkettensouveränität. In den USA wurden auf Basis nationaler Sicherheitsbestimmungen neue Einfuhrzölle von 25 bis 100 Prozent auf importierte Drohnen und Komponenten verhängt, während gleichzeitig schärfere Offenlegungspflichten für Hardware und Software in der Diskussion stehen. Ein eigens einberufenes Industrietreffen zur heimischen Fertigungsbasis sowie ein Gerichtsverfahren rund um die sicherheitsrechtliche Einstufung eines großen asiatischen Herstellers zeigen, dass Marktzugang und Lieferkettenherkunft zu einem ebenso entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden wie technologische Leistungsfähigkeit selbst. Für europäische und insbesondere mittelständische Akteure eröffnet diese Neuordnung Chancen – vorausgesetzt, Zugang zu den richtigen Partnern, Zertifizierungswegen und politischen Entscheidern ist gesichert.

Kurzfazit:
Der Diskurs der letzten zwei Wochen vertieft den Trend zur operativen Reife und ergänzt ihn um eine neue Dimension: Handelspolitik und Lieferkettensouveränität werden zum eigenständigen strategischen Faktor neben Technologie und Regulierung. Counter-UAS festigt sich weiter als dauerhafte, staatlich finanzierte Infrastruktur. Die Drohnenkriegsführung in der Ukraine entwickelt mit der Abfangdrohne gegen Drohnen ein neues taktisches Gefechtsfeld, dessen Wirkung auf zivile und militärische Beschaffung absehbar zunehmen wird. BVLOS und urbane Drohnenoperationen bewegen sich weiter von der Pilotphase in die skalierbare Betriebsrealität, und die Multidomain-Vernetzung über Luft, Land, See und Unterwasser verdichtet sich sichtbar. Für den BUVUS und seine Mitglieder bleibt die zentrale Erkenntnis: Wer in diesem Umfeld bestehen will, braucht neben Technologie vor allem Zugang – zu Partnern, Zertifizierungen und den richtigen politischen Ansprechpartnern.