Wasser

Der Bereich Wasser-Drohnen umfasst:

Obwohl die maritime Industrie in der Regel als konservativ gilt, Entwicklung eher durch kleine Schritte und weniger durch disruptive Veränderungen erfolgen, haben unbemannte Systeme in der letzten Dekade bereits eine nicht unerhebliche Bedeutung für die Branche erlangt. Hierbei sind die erzielten Fortschritte auf wissenschaftlich – technischem Gebiet bedeutend und die Technologien für einen breiten Durchbruch von unbemannten und autonomen Systemen in Schifffahrt und Offshore-Industrie prinzipiell einsatzreif.

Es gibt bereits sehr vielfältige unbemannte maritime Systeme für den zivilen Einsatz,  die sich grundlegend kategorisieren lassen:

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AUV – Autonome Unterwasser Fahrzeuge (autonomous underwater vehicles) werden insbesondere in der Offshore- Industrie, wie z.B. für Unterwasser-Inspektionen von Plattformen und Schiffen oder für Kartographierung des Meeresbodens und der Rohstofferkundung eingesetzt.

ASV – Autonome Überwasser Fahrzeuge (autonomous surface vehicles) erfahren derzeitig wachsende Anwendungsmöglichkeiten, z.B. für Überwachung von Seegebieten, bei Ölbekämpfung oder zur Müllsammlung auf See

RUV – Ferngesteuerte Fahrzeuge für Überwasser- und Unterwassereinsatz (remote operated vehicles) werden analog wie AUV / ASV eingesetzt, allerdings nicht als autonome Fahrzeuge sondern durch eine Fernsteuerung geführt.

Der BUVUS wird Unternehmen bei Einführung und Anwendung dieser Systeme hinsichtlich Entwicklung neuer und profitabler Geschäftsmodelle sowie Einführung innovativer Technologien nachhaltig unterstützen. Dabei sollen Netzwerke geknüpft und erweitert sowie Wissenstransfer zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen gefördert werden, so dass sich Technik und die Einsatzmöglichkeiten der Systeme fortlaufend verbessern.

Die Entwicklung und Begleitung

Systeme für unbemannten und autonomen Schiffsbetrieb sind bereits seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts in Entwicklung und Erprobung. Hauptziel des zukünftigen Einsatzes ist Einsparung von Bordpersonal auf Schiffen sowie Gewährleistung eines effizienteren, sichereren und umweltfreundlicheren Schiffsbetriebes. Alle hierzu notwendigen Technologien stehen zur Verfügung und könnten bereits heute Schiffe ohne Besatzung autonom und ferngesteuert fahren lassen.

Hauptproblematiken, die die Einführung von Systemen für unbemannten und autonomen Schiffsbetrieb derzeitig bremsen, liegen in den geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen, die sich aus dem internationalen Seerecht ergeben, in der zurückhaltenden Akzeptanz durch verschiedene Akteure mit sehr unterschiedlichen Interessen im maritimen Bereich sowie im Fehlen attraktiver Geschäftsmodelle.

Der BUVUS wird Unternehmen bei Einführung von Systemen für unbemannten und autonomen Schiffsbetrieb zielgerichtet unterstützen. Schwerpunkte bilden dabei Erstellung fachlicher Expertise, Mitgestaltung politischer Entscheidungsprozesse, wirksame nationale und internationale Vernetzung zur Bildung von starken Allianzen sowie Einrichtung von Modellregionen und Initiierung von Pilotprojekten. Hierfür wird der BUVUS enge Zusammenarbeit mit den anderen Verbänden im maritimen Bereich pflegen.

Luft-Drohnen (UAV) im maritimen Bereich erfahren wachsende Einsatzmöglichkeiten für z.B. Inspektionen von Laderäumen für Besichtigung, insbesondere schwer zugänglicher Bereiche zur Identifizierung kritischer Stellen für nachfolgende visuelle Besichtigung durch Experten, wodurch eine erhebliche Kosteneinsparung bei Errichtung von  Hebebühnen und Gerüsten für notwendige manuelle Besichtigungen erzielt werden können.

Ergänzung vorhandener Technologien zur Echtzeitüberwachung (AIS, Radar) der Verkehrssituation von Seegebieten, Küstengewässern, Fahrwassern und Häfen, insbesondere für Identifikation von kleineren Fahrzeugen (Sport- und Freizeitfahrzeuge) sowie zur maritimen Gefahrenabwehr (Seeunfälle, Katastrophenschutz).

Zukünftiger Einsatz von Luft-Drohnen für Überwachung von Offshore-Gebieten und Inspektion von Offshore–Einrichtungen, wie z.B. Windparks oder für Besichtigungsaufgaben auf zukünftigen unbemannten Schiffen.

Der BUVUS bringt für die rasante Entwicklung des Einsatzes von UAV im maritimen Bereich seine Kompetenz und Expertise aus dem Bereich LUFT ein. Hierdurch können für die Unternehmen einmalige Synergien geschaffen werden, woraus sich neue Anwendungen, technologische Möglichkeiten und Geschäftsmodelle entwickeln werden.

Unser Ansatz

Der BUVUS vertritt mit einem ganzheitlichen Ansatz und Arbeitsweise die Interessen seiner Mitglieder.

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Aufgrund der globalen Vernetzung der maritimen Branche wird der BUVUS als Interessensvertretung über den nationalen Rahmen hinaus auch im europäischen und globalen Rahmen tätig sein.