Immer mehr Vorfälle mit Drohnen – eine Analyse

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Vorfälle mit Drohnen ereignen sich in letzter Zeit häufiger. Immer wieder berichten Nachrichtenagenturen über tatsächliche oder auch vermeintliche Drohnen-Sichtungen durch Piloten in der Nähe ihrer eigenen Luftfahrtzeuge in der Luft. Dabei stellen sich einige dieser Fälle als Fehlsichtungen heraus. Die unterschiedlichen Interessengruppen schieben sich immer wieder gegenseitig die vermeintliche Schuld zu. Wir wollen uns dieser Situation annehmen.

Was war passiert?

Am Samstag den 06. August gab es wieder einen Vorfall. Die Nachrichtenagenturen berichteten detailliert über einen Multikopter, der auf 1.700m Flughöhe, 10m von der rechten Flügelspitze entfernt zu sehen war. Die Maschine sei ohne Beschädigung und ohne weiteren Zwischenfall gelandet.

Der Pilot berichtete detailliert von seinen Erlebnissen. In der Folge forderte die Lufthansa eine Aufklärung des Zwischenfalls und ließ über den Sprecher verlautbaren, dass Drohnen auf dieser Flughöhe nichts zu suchen hätten. Auch die Vereinigung Cockpit äußerte sich kritisch zu diesem Vorfall.

Interessengruppen sind sich uneinig

Wir nehmen dabei eine grundsätzliche Uneinigkeit aller betroffenen Interessengruppen war. In den Sozialen Medien kocht eine Diskussion. Dabei schieben die Modellflugpiloten den gewerblichen Nutzern die schuld zu und anders herum. Dabei bleibt festzustellen:

  1. Egal, ob es sich um einen gewerblichen Piloten oder einen Modellflieger gehandelt hat – die bloße Tatsache, dass wieder ein einzelner einen solchen Verstoß begangen haben soll, ist schädlich für eine harmonisierte Entwicklung des Marktes.
  2. Es muss erst einmal zweifelsfrei bewiesen werden, ob es sich überhaupt um eine Drohne gehandelt hat. Dabei wird bereits offen angezweifelt, dass dies überhaupt klar erkannt werden kann. Dazu hat die Yuneec Copter Academy auf Facebook einen offenen Beitrag veröffentlicht, der aus unserer Sicht zutreffend Fakten auflegt und hinterfragt, ob eine solche Drohnensichtung überhaupt möglich ist. Den Beitrag können Sie hier einsehen.

Einigkeit gefragt

Um diese Situation überhaupt korrekt bewerten zu können, fordern wir dringend dazu auf, die entsprechenden Ermittlungsbehörden ihre Arbeit verrichten zu lassen und erst nach der Veröffentlichung der Ergebnisse eine Bewertung der Sachlage abzugeben.

Dabei können Verbände wie der Deutsche Modellflieger Verband DMFV e.V. sowie der Bundesverband für Copterpiloten BVCP e.V. und der unlängst gegründete Bundesverband zivile Drohnen BVZD e.V. ein gutes Stück zur Harmonisierung beitragen.

Wie schon auf der ILA Berlin durch uns gefordert, ist es unabdingbar, dass sich die Interessenverbände zusammentun und einig mit einer Stimme sprechen. Dazu bieten wir allen Verbänden an, auf der diesjährigen UASympEx 2016 zu einem Gipfeltreffen zusammenzukommen. Eine entsprechende persönliche Einladung ist bereits auf dem Wege.

Zweckmäßige und marktfördernde Lösung finden

Der Streit um die Neuregulierung des Einsatzes von Drohnen befindet sich bereits seit Monaten auf dem Höhepunkt. Die berechtigen Interessen der Modellflieger werden dabei maßgeblich durch den DMFV im Rahmen einer Petition vertreten. Der BUVUS, der BVCP und BVZD vertreten dabei maßgeblich die gewerblichen Betreiber.

Eine Harmonisierung der Forderungen aller Verbände und eine gemeinsame Vertretung würden aus unserer Sicht für eine transparente und marktfördernde Lösung dienlich sein. Hierfür arbeitet der BUVUS bereits seit seiner Entstehung.

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