Hamburg als Cluster für unbemannte Systeme

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27.05.2016, von Lukas Kirchner – www.hamburg-aviation.de

Erstmals stellen die Norddeutschen Länder gemeinsam auf der größten Luftfahrtmesse Deutschlands aus. Spitzenpolitik zu Gast auf der ILA Berlin.

Vom 1.-4. Juni 2016 öffnet mit der ILA Berlin Air Show eine der weltweit bedeutendsten Luft- und Raumfahrtmessen wieder ihre Tore. Als Deutschlands größter Standort der zivilen Luftfahrtindustrie spielt Hamburg dabei eine der Hauptrollen. Neben Großunternehmen wie Airbus und zahlreichen Zulieferern zeigt auch die Hansestadt selbst Flagge: Sowohl Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz als auch Hamburgs Staatsrat für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Dr. Rolf Bösinger, werden am 2. Juni einen Messerundgang machen. Geprägt wird die Messe zudem von einem norddeutschen Schulterschluss: Auf der ILA 2016 treten die Norddeutschen Bundesländer erstmals unter einem gemeinsamen Dach auf. Am zweiten Messetag unterzeichnen norddeutsche Wirtschaftsminister und Staatsräte zudem ein Kooperationspapier zur länderübergreifenden Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation.

Der Norden rückt zusammen

Stark wie nie präsentieren sich die norddeutschen Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Niedersachsen auf der diesjährigen Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung im ExpoCenter von Berlin-Schönefeld. Mit einem Norddeutschen Gemeinschaftsstand bekommen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Netzwerke wie das Luftfahrtcluster Hamburg Aviation eine länderübergreifende Bühne (Halle 3/608). Ziel ist es, Norddeutschland als ineinandergreifende Kompetenzregion zu präsentieren. Erstmals treten die Bundesländer zudem gemeinsam mit dem langjährigen Partner Bayern in einem Chalet im offenen Ausstellungsbereich für Flugzeuge am Messegelände (West/11-13), auf. Die zwei Stationen bilden am 2. Juni wichtige Anlaufpunkte für die Rundgänge von Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz und des Hamburger Staatsrats für Wirtschaft, Dr. Rolf Bösinger. Mit Staatsräten und Ministern der vier anderen Bundesländer wird Bösinger sich mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung für eine länderübergreifende Stärkung der Zusammenarbeit in Forschung, Entwicklung und Innovation verständigen.

Die federführende Rolle Hamburgs in diesem Themenfeld unterstreicht der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt, Olaf Scholz: „Nicht zuletzt mit dem kürzlich eröffneten ZAL – Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung beweist Hamburg seine große Kompetenz in einer so dynamischen Branche wie der Luftfahrt. Hamburg gibt als weltweit drittgrößter ziviler Luftfahrtstandort den Takt in Deutschland für Innovationen an, die bereits morgen im Flugzeug zu finden sind. Somit ist es nur konsequent, dass sich die Hansestadt dieses Jahr besonders stark präsentiert.“ Scholz wird auf seinem Rundgang am 2. Juni unter anderem mit hochrangigen Vertretern von Airbus und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammenkommen.

ILA-Highlights aus Hamburg

Auch auf der ILA 2016 werden Hamburger Unternehmen und Produkte stark vertreten sein. So präsentiert Airbus Fachbesuchern und Publikum seinen sparsamen Langstreckenflieger an allen Messetagen den A350 XWB, bei dem wesentliche Komponenten aus der Metropolregion stammen. Das Flaggschiff A380 wird ebenfalls erneut unter der Flagge von Emirates auf dem Gelände zu sehen sein (für Fachbesucher, 1.-2. Juni). Auch ein Airbus aus dem Drucker ist Teil der ILA: mit THOR („Testing High-Tech Objectives in Reality“), einem fast komplett aus dem 3D-Drucker stammenden Mini-Flieger und der „Bionic Partition“, einer 3D-gedruckten Kabinentrennwand in bionischem Design, zeigt der Flugzeugproduzent ein Stück Flug-Zukunft auf. Lufthansa stellt den Besuchern eine A320 in der neo-Variante vor (4. Juni). Auch die Hamburger Konzerntochter Lufthansa Technik ist wieder mit einem Stand auf der Messe präsent. Erneut besteht zudem im International Suppliers Center ISC(Halle 6) für Zulieferer die Chance, sich auf einem Markplatz aller Produktsparten auszutauschen und in Kontakt zu treten. Hier werden zahlreiche kleine und mittelständische Hamburger Unternehmen wie die auf Umweltsimulationen spezialisierte Treo GmbH vertreten sein.

Die ILA setzt auf Innovationen

Die bereits 1909 ins Leben gerufene älteste Luftfahrtmesse der Welt richtet sich dieses Jahr neu aus und fokussiert sich unter anderem auf Innovationsthemen wie Industrie 4.0, Additive Manufacturing und Sustainable Aviation. Zu den Ausstellern zählt zudem das Hamburger LZN Laserzentrum Nord, welches im Bereich 3D-Druck Pionierarbeit leistet. Erstmals bietet zudem ein Startup Day am 2. Juni jungen Unternehmen der Branche die Möglichkeit, sich mit etablierten Akteuren zu vernetzen und ihre Ideen zu präsentieren. Hier zeigt auch das Airbus BizLab mit den Hamburger Gründungen Ideas for Aviation und Synergeticon Präsenz.

Events und Perspektiven

Das ILA CareerCenter gilt auch dieses Jahr wieder als der Anlaufpunkt für Schüler, Studenten, Absolventen, Fachkräfte oder Quereinsteiger. Vom 3.-4. Juni gibt es hier in Halle 1 Informationen zu den Job- und Ausbildungsmöglichkeiten. Das Nachwuchsportal skyfuture.de unter Beteiligung des für die Vermittlung der Luftfahrtausbildung in Hamburg spezialisierte Verein HCAT+ (Hamburg Centre of Aviation Training) lädt darüber hinaus am 3. und 4. Juni mit einer „Hoch hinaus!“-Tour 50 junge Luft- und Raumfahrtinteressierte zu einer umfangreichen Führung ins Career Center ein (weitere Informationen auf www.skyfuture.de)

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